Parkende Autos in der Nacht © kadluba / flickr / CC
© kadluba / flickr / CC

Wiener Parkraumüberwachung wird neu organisiert

Die Wiener Parkraumüberwachung wird neu organisiert: Mit 1. September 2012 werden die rund 200 Parkraum-Überwachungsorgane der Stadt Wien der Polizei zur Verfügung gestellt. Damit erfolgt eine Fusion mit der schon jetzt der Polizei zugeordneten 120-Personen-Gruppe, die den ruhenden Verkehr, aber nicht die Kurzparkzonen kontrolliert.

Zukünftig wird die Parkraumüberwachung im Wiener Stadtgebiet daher ausschließlich durch Kräfte der Polizei erfolgen. Die neue Gruppe in der Stärke von rund 300 Personen wird mit den Kompetenzen der beider bisherigen Gruppen agieren. Ziel der Fusion sind Verwaltungsvereinfachung und eine Steigerung der Effizienz. Die Überwachungsorgane werden in Zukunft einheitlich weiße Kappen tragen.

Für Michael Häupl stellt diese Maßnahme ein Paradebeispiel für Effizienzsteigerung im Stadtmanagement dar. "Damit werden die internen Abläufe einfacher, die Kontrolldichte wird gesteigert und die Wienerinnen und Wiener haben für dieses Thema nur noch einen Ansprechpartner."

Vorteile der Zusammenlegung

Der Ist-Zustand:

  • Die Parkraumüberwachungsorgane der Stadt dürfen derzeit Verstöße gegen die StVO hinsichtlich des ruhenden Verkehrs (z.B. Kontrollen der Einhaltung von Halteverboten, Ladezonen oder 5-Meter-Bereichen vor Schutzwegen und Kreuzungen) nicht ahnden
  • Organe der Polizei dürfen derzeit die Entrichtung der Parkometerabgabe nicht überwachen
  • Organe der Polizei haben derzeit keine mobilen Geräte (PDAs).


Die Vorteile:

  • Überwachung des gesamten Parkgeschehens liegt in Polizei-Hand
  • Einheitliches Auftreten der Überwachungsorgane
  • Die Polizei wird zur alleinigen Anlaufstelle für BürgerInnen
  • Alle 300 MitarbeiterInnen werden mit dem notwendigen technischen Equipement (PDAs) ausgestattet
  • Verwaltungsvereinfachung
  • Effizienzsteigerung
  • Bessere Fahndungsmöglichkeiten nach gestohlenen Fahrzeugen


Zahlen / Fakten:

  • Neue Truppe mit 300 MitarbeiterInnen mit allen Kompetenzen
  • 1,2 Millionen Kurzparkzonen-Beanstandungen pro Jahr
  • 350.000 Beanstandungen nach der Straßenverkehrsordnung
  • In Wien gibt es derzeit rund 135.000 gebührenpflichtige (Kurz-)Parkplätze
  • Ungefähr 80.000 Autos mit Parkpickerl sind im Umlauf.
  • 2011 wurden 16,8 Millionen Handy-Parkscheine gebucht
  • Entlastung der Polizei: Im Jahre 2011 konnten bei 16.332 Anforderungen wegen Einsätzen im ruhenden Verkehr die PÜG 15.705 Einsätze übernehmen und dabei die Polizei bereits maßgeblich entlasten. Weitere Entlastungen sind durch den flexibler werdenden Personaleinsatz zu erwarten

Personen:

23.01.2012