Renate Brauner Zentral_1 © SPÖ Wien
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Top-Lehrausbildung in Wiener Lehrwerkstätten

Jugendliche bekommen in Wien besondere Unterstützung. Denn gerade in einer wirtschaftlich schwierigen Phase ist es ganz elementar, eine gute Berufsausbildung für junge Menschen sicherzustellen. Deshalb gibt es in Wien ausreichende Plätze in den Lehrwerkstätten. Dort können Jugendliche, die praxisnah lernen wollen und die keine Lehrstellen in Betrieben finden, ihre gesamte Lehre absolvieren. Bei der Lehre in einer Lehrwerkstätte handelt es sich um eine vollwertige Lehrausbildung. Die Jugendlichen werden also nicht in einem Unternehmen ausgebildet, sondern erhalten gemeinsam mit anderen Jugendlichen ihre praktische Ausbildung in einer von Trägern wie Jugend am Werk oder dem bfi Wien geführten Einrichtung. Parallel dazu besuchen sie ganz regulär die Berufsschule. Um den Kontakt zur Praxis zu halten, absolvieren sie Praktika in einschlägigen Wiener Betrieben.

Brauner: Stadt sorgt für 1.000 zusätzliche Ausbildungsplätze
"Es ist mir wichtig, dass wir gerade junge Menschen in ihrer Ausbildung besonders unterstützen", betonte Wiens Vizebürgermeisterin und Finanzstadträtin Renate Brauner heute Mittwoch bei einem gemeinsamen Besuch mit Bildungsstadtrat Christian Oxonitsch in der Lehrwerkstätte von Jugend am Werk im 21. Bezirk. Brauner: "Deshalb investiert die Stadt Wien in enger Kooperation mit dem AMS Wien gezielt in die Lehrwerkstätten. 1.000 zusätzliche Ausbildungsplätze, also insgesamt 4.500 Plätze stehen im Ausbildungsjahr 2009/2010 dadurch zur Verfügung. Jugendliche brauchen berufliche Perspektiven - und diese können sie nur entwickeln, wenn sie eine gute Ausbildung mit auf den Weg bekommen."

"Wesentlich für mich ist: Wien braucht auch in Zukunft gut ausgebildete junge Menschen - zur Sicherung der wirtschaftlichen Zukunft unserer Stadt", erklärte Bildungsstadtrat Christian Oxonitsch. "Damit die Rahmenbedingungen für die duale Ausbildung stimmen, hat Wien erst vor kurzem auch in eine moderne Infrastruktur an den Berufsschulen investiert."

Die künftigen Lehrlinge können aus mehr als 30 Berufen wählen. Klassische Berufe wie Kfz-TechnikerInnen oder Hotel- und GastgewerbeassistentInnen werden ebenso vermittelt wie spezifische Berufe wie KlimaanlagentechnikerIn oder MediendesignerInnen. Während ihrer Ausbildung erhalten die Jugendlichen vielfältige Unterstützung. LehrausbildnerInnen kümmern sich ebenso um sie wie SozialpädagogInnen oder LehrerInnen.

In der Lehrwerkstätte Wien 21 bekommen derzeit rund 350 Jugendliche eine hochwertige und zukunftsorientierte Berufsausbildung. Betreut werden sie von 29 qualifizierten MitarbeiterInnen.

Hintergrund: Starker Rückgang bei den Lehrstellensuchenden
Jährlich beenden rund 16.000 Jugendliche ihre Schulpflicht. 30 Prozent der SchulabgängerInnen wählen eine Lehre als Berufsausbildung. Derzeit absolvieren rund 18.000 junge WienerInnen eine Lehre in ca. 4.800 Betrieben und Lehrwerkstätten. Die Lehrwerkstätten bieten im Lehrjahr 2009/2010 insgesamt rund 4.500 WienerInnen einen Ausbildungsplatz. Das sind um 1.000 mehr als für das abgelaufene Lehrjahr veranschlagt waren. Heuer stellen Stadt Wien und AMS für die Lehre in den Lehrwerkstätten rund 84 Millionen Euro zur Verfügung.

Die intensive Unterstützung der Lehrausbildung zeigt Wirkung. So hat sich die Zahl der Lehrstellensuchenden in Wien im September im Vergleich zu September 2008 um 950 oder 37 Prozent verringert. Damit verzeichnet Wien als einziges Bundesland einen Rückgang bei den Lehrstellensuchenden.

Die Wiener Lehrwerkstätten: 4.500 Jugendliche haben Platz
Es gibt in Wien für rund 4.500 Jugendliche einen Ausbildungsplatz in einer Lehrwerkstätte. Davon sind im Ausbildungsjahr 2009/2010 für Jugendliche, die neu mit der Ausbildung beginnen, 2.243 Plätze vorgesehen. Für jene, die im Vorjahr schon begonnen haben und ihre Ausbildung fortsetzen, sind 2.285 Plätze vorgesehen.
 

Personen:

28.10.2009